Exkursion zur Justizvollzugsanstalt Bielefeld-Brackwede

12. Jun. 2016 | Kurz berichtet

Am 10. Juni 2016 war das 2. Semester in der Justizvollzugsanstalt Bielefeld-Brackwede mit Gefängnisseelsorger Monsignore Schulte im Gespräch. „Die Gefangenen sind keine durch und durch bösen Menschen. Es sind Gewalttätige und Ängstliche, Verbohrte und Einsichtige, Aufhetzer und Friedliche“, so Schulte. „Etwa die Hälfte der Gefangenen gehen innerhalb der JVA einer Arbeit nach. So gestaltete ein Gefangener vor einigen Jahren das Kreuz für die Kapelle. Er setzte sich dabei mit seiner Straftat auseinander. Das war ein wichtiger innerlicher Prozess für ihn.“ Beim Rundgang durch die Anstalt gewährte der Seelsorger viele Einblicke, die die Studierenden,  Direktorin B. Michelini, Msgr. W. Tolksdorf von der KatHO und Referentin A. Mühlberger sicher nicht vergessen werden. „Nachdem Sie, Monsignore Schulte, uns von den vielen durchaus schwierigen Situationen hier erzählt haben fällt es schwer Gründe zu finden, warum man sich für den Beruf des Gefängnisseelsorgers entscheiden soll. Können Sie dazu etwas sagen?“, fragte einer der Studierenden. Schulte machte daraufhin deutlich, dass vor allem um Menschenliebe und Christusliebe ginge. „Christus begegnen wir in jedem Menschen und so auch hier. Und so begegne ich nicht zuerst dem Täter oder der Täterin, sondern zuerst dem Menschen.“
Bei der abschließenden Andacht, die durch die Studierenden Leonie Gosselke und Andreas Junker mit sensiblen Gebeten und  Texten gestaltet wurde, beteten die Anwesenden für alle, die an diesem Ort leben und arbeiten.

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